Mittwoch, 19. August 2015

(Rezi) Mayer, Julia - Rehruf

Es ist immer wieder verblüffend für mich zu sehen, wie vielfältig der deutschsprachige Buchmarkt ist. Es gibt neben den großen Autorinnen auch ganz, ganz viele Schriftstellerinnen, die unglaubliche Geschichten zu Papier bringen. Die neuen Möglichkeiten zur Veröffentlichung geben unser Leser so neuen Lesestoff. Ich hatte dieses Mal das Glück Julia Mayer kennen zu lernen. 

Zur Autorin:
Julia Mayer wurde 1993 in Malchin geboren, lebt mit ihrer Hündin Leia an der Ostsee und schreibt seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Romane. Nachdem sie sich mehrere Jahre lang erfolglos und frustriert durch den Alltags-Dschungel gekämpft hat, wagte sie im Dezember 2012 den Sprung ins Indie-Publishing. Seitdem veröffentlicht sie regelmäßig und tobt sich dabei gern in den unterschiedlichsten Genres aus. Je vielseitiger, desto besser.
Sie bezeichnet sich selbst gern als Frau mit Hund - immer auf der Suche nach dem richtigen Wort. (Quelle: Amazon)


Zum Buch:
Inga ist 16 Jahre alt und schwer krank. Sie wohnt mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester in der Nähe von Wasserwacht. Bei einem Besuch ihrer Großtante Randi hat Inga einen Anfall und stirbt. Mit ihrem Tod fallen ihre Mutter und Schwester Fredericke in ein riesiges Loch. Doch die zwei wissen nicht, dass Inga zwar gestorben ist, aber als Rehdoppel eine zweite Chance erhält. Randi nimmt sie unter ihre Fittiche und bringt sie zur Herde und stellt sie den anderen Überlebenden vor.
Aber dieses neue Leben zwischen Tier und Mensch fällt ihr gar nicht leicht. Die Sehnsucht nach ihrer Familie schmerzt sie sehr und obwohl sie nicht zu ihrem alten Zuhause gehen soll, hält sie sich nicht an diese Regel und bringt somit sich und die anderen Rehdoppel in Gefahr.

Meine Meinung:
Eine schöne gefühlvolle Geschichte, die in Deutschland spielt und auf dem Märchen "Brüderchen und Schwesterchen" basiert. Die Autorin nutzt das Mystische im deutschsprachigen Raum, um einen ungewöhnlichen Jugendfantasy Roman zu erschaffen. Tod, Trauer und Verlust stehen im Vordergrund. Die Atmosphäre ist eher düster und entspricht dem ernsten Thema. In Inga erkennt der Leser, die Qual der zweiten Chance. Sie hadert mit ihrem Schicksal und zeitweise war ich mir gar nicht sicher, wie sie weiter damit umgehen wird. Am besten haben wir die Szenen, die sie als Reh zeigen. Irgendwie kam mir Inga dort ausgeglichener und aufgeräumter vor. Die restlichen Mitglieder der Herde sind extrem wichtig - nicht nur als neue Familienmitglieder sondern auch für den Fortgang der Geschichte.
Von Fredericke erkennt man erst recht spät, wie sie tickt und wie tief sie leidet.
Ingas Mutter hat mich extrem enttäuscht. Sie verliert sich völlig in ihrer Trauer. Sie vernachlässigt ihre jüngere Tochter komplett. Dafür fehlt mir komplett das Verständnis und ich hätte sie gerne geschüttelt, damit sie endlich aufwacht.
Eine gelungene Mischung aus Märchen und Fantasy.




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Jung gebliebene 45 jährige Tirolerin wird beim Selfie von ihrem Kater Starsky bedrängt. Ich widme mich meinem Lieblingshobby dem Lesen. Büchern gilt meine Leidenschaft.

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