Mittwoch, 5. August 2015

(Rezi) Moyes, Jojo - Ein Bild von dir

St. Péronne, Frankreich 1916: Die deutschen Besatzer machen den Bewohnern des kleinen Ortes das Leben extrem schwer. Sämtliche Wertgegenstände, Nutztiere sind beschlagnahmt.  Nur ein Bild von Sophie, gemalt von ihrem Mann Èduard Léfevre hängt noch an der Wand des "Le Coq Rouge". Der deutsche Kommandant findet Gefallen an dem Bild und auch an Sophie, die gemeinsam mit ihrer Schwester das Hotel leitet. Als Sophie erfährt, dass ihr geliebter Mann gefangen genommen wurde, ist sie bereit alles auch das wunderschöne Bild, zu opfern, um ihn zu retten. 

Zirka 100 Jahre später taucht das Gemälde wieder auf. Ein Rechtsstreit  um "Jeunne Femme" entbrennt. Liv hat das Bild von ihrem verstorbenen Mann erhalten. Sie hängt sehr an diesem Geschenkt und als die Nachfahren des Malers Éduard Léfrevre das Bild zurück fordern, steht Liv vor der Entscheidung ihres Lebens. 




Meine Meinung:
Eines meiner Geburtstagsgeschenke von heuer und es war einfach großartig zu lesen.
Das Buch teilt sich auf zwei Geschichten auf. Teil 1 spielt im 1. Weltkrieg im besetzten Frankreich. Alle waffenfähigen Männer sind im Krieg, schon gefallen oder in Gefangenschaft. So auch Sophie Léfevres Mann Éduard, der in einem berüchtigten Gefangenenlager sein soll. Sie erinnert sich liebevoll an ihr Kennenlernen, wie dieser Mann ihr das Gefühl gegeben hat, kostbar zu sein. Vor allem in einem Portrait Sophies - genannt "Jeunne Femme" - zeigt er ihr seine Liebe und Achtung. Sophie vereint in sich nicht nur die treue und liebevolle Ehefrau sondern sie ist auch bereit für ihre Lieben zu kämpfen, um jeden Preis. Sie ist eine ungewöhnlich starke und selbstbewusste Frau ihrer Zeit. Ihr Ruf ist untadelig, bis sie sich zu einem folgenschweren Tanz einlässt, dann wird hinter ihrem Rücken getuschelt und geredet. Dennoch verliert sie niemals ihren Mut und ihren Glauben an die Menschen.
Teil 2 spielt im Jahr 2006 also knapp 100 Jahre später. Das Bild "Jeunne Femme" ziert nun bei Liv das Schlafzimmer. Nach dem überraschenden Tod ihres Mannes hängt sie an diesem Gemälde. Auch das von David selbst entworfene Haus liegt ihr am Herzen und sie versucht es trotz begrenzter Mittel zu halten. Ihr Leben plätschert nur so dahin. Gefangen in ihren Gewohnheiten und Erinnerungen, fällt es ihr schwer Neues anzufangen. Ein One-Night-Stand mit Paul scheint ein Schritt in die richtige Richtung, dann stellt sich aber heraus, dass Paul für eine Firma arbeitet, die gestohlene Kunstwerke sucht. Ihr Bild soll gestohlen worden sein. Ein Gerichtsverfahren ist die Folge und Paul steht auf der gegnerischen Seite. 
Die Geschichte verknüpft geschickt Geschichte mit aktuellem Geschehen und zwei wundervollen Liebesgeschichten. Über die Jahrzehnte hinweg habe ich mit den Figuren gelitten, gebangt und gehofft. Jojo Moyes schafft es auch dieses Mal ein tragisch schönes Buch zu schreiben. Sie überzeugt nicht nur mit ihrer spannenden Handlung sondern vor allem auch mit realistischen Charakteren.

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Jung gebliebene 45 jährige Tirolerin wird beim Selfie von ihrem Kater Starsky bedrängt. Ich widme mich meinem Lieblingshobby dem Lesen. Büchern gilt meine Leidenschaft.

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