Mittwoch, 7. Oktober 2015

(Rezi) Miller, Clannon - Pygmalion perfekt unverliebt

Seine reiche und alte Erbtante Olga will ihr Geld nicht einfach so an irgendeinen Verwandten verschenken. Ihre Bedingungen um die Hotelkette zu erben sind hart. Eigentlich sollte Henrik Henriksen ihr Haupterbe sein, allerdings ist er nicht verheiratet sondern geschieden und eine neue Liebe scheint nicht in Sicht zu sein. Auch sein Bruder - er ist schwul - kommt als Erbe nicht in Frage. Dieser schwindelt seine Tante jedoch an, in dem er behauptet, Henrik hätte eine Verlobte. Diese Frau kommt in den Beschreibungen extrem gut weg: Schön, intelligent, bescheiden mit einem Wort, ein Engel. Natürlich möchte Tante Olga die geheimnisvolle Frau kennen lernen, doch wo kann man so eine Frau finden? Da stolpert Lisa Henrik fast vor die Füße. Sie hat eine harte Nacht hinter sich. Ihr Freund macht mit ihr Schluss, weil der ein Verhältnis mit ihrer besten Freundin hat. Nach einer durchzechten Nacht kommt sie zu ihrer Arbeit bei Henrik und erfährt, dass sie gefeuert ist. In dieser Ausnahmesituation stürmt sie völlig entrüstet in sein Büro, um ihn zur Rede zu stellen. Damit beginnt eine neue Geschäftsbeziehung zwischen Henrik und Lisa. Sie spielt für ein paar Tage seine Verlobte. Sie bekommt ein gratis Coaching und eine gute Entlohnung. Klingt eigentlich nach leicht verdientem Geld. Lisa müsste nur ein paar Benimmregeln lernen und einfach wenig sprechen. Dies entspricht leider überhäuft nicht Lisas Charakter. So kommt es wie es kommen muss. Nachdem sie der Tante vorgestellt wurde, kann sie ihre vorlaute Klappe nicht halten. Damit beginnt ein Karussell von Intrigen, Lügen, Verwechslungen und falsch interpretierten Gefühlen. 



Meine Meinung:
Ich habe selten so gelacht, wie hier bei dieser Geschichte. Die zwei Hauptfiguren sind so unterschiedlich, wie nur möglich.
Lisa, ehrlich, direkt und sehr gefühlsbetont. Damit hat sie leider auch schon ganz schlimme Erfahrungen gemacht. Deshalb kommt ihr die Geschäftsbeziehung mit Henrik eigentlich sogar gelegen.
Henrik, sehr streng und eher gefühlskalt. Seine Erfahrungen mit seiner ersten Frau haben ihn geprägt und er glaubt nicht mehr an die Liebe.
Gemeinsam ergeben die zwei ein explosives Gespann, das sich neckt und piesackt. Die Leser profitieren von dieser ungleichen Paarung. 
Die Geschichte ist natürlich an "My Fair Lady" angelehnt und der Unterhaltungswert extrem hoch. Die Seiten fliegen nur so dahin und natürlich kommen auch die erotischen Szenen nicht zu kurz. Es geht heiß her, aber die Autorin wird niemals vulgär oder obszön. 
Auch die Nebenfiguren überzeugen, allen voran natürlich die Tante Olga. Selbst die "Bösewichte" erscheinen nicht nur böse, ihre Handlungsweisen sind nachvollziehbar. Sie ergeben das Salz in der Buchsuppe.
Ich kann das Buch vorbehaltlos empfehlen.



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Jung gebliebene 45 jährige Tirolerin wird beim Selfie von ihrem Kater Starsky bedrängt. Ich widme mich meinem Lieblingshobby dem Lesen. Büchern gilt meine Leidenschaft.

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