Sonntag, 13. März 2016

(Thema des Monats) Meine persönliche Kolumne




Das Leben mit allem Drum und Dran schafft mich. Nicht mein tägliches Leben, sondern die Welt mit all ihren negativen Nachrichten.







Meine Eltern habe mir immer nahe gelegt, mich zu informieren. Um 19.30 Uhr war die "Zeit im Bild" in ORF 1 (damals noch FS 1) Pflichtprogramm. Ich sollte mir meine eigene Meinung bilden, Dinge kritisch hinterfragen und mit kein X für ein U vormachen lassen. Diesen Rat habe ich lange beherzigt, doch vor allem in den letzten Monaten fällt es mir unheimlich schwer, die Nachrichten anzuschauen oder Zeitungen zu lesen. 

Die Neuigkeiten treffen mich tief. Es vergeht kein Tag mehr ohne Hiobsbotschaften. Heute hat mich ein Bericht der regionalen Tageszeitung geschockt. Ein Bauer hat seine Rinder und auch Kälber seit 3 Wochen nicht mehr versorgt. Einige Tiere sind elendiglich zu Grund gegangen. Wie herzlos ist die Welt geworden, oder was sie so schon immer?

Egal ob Flüchtlingswelle, Wahlen, politische Parteien, Wirtschaftskrise, Naturkatastrophen, Menschenhandel, Kindesmisshandlungen oder Tierquälerei, ich kann es kaum mehr ertragen. Ich ertappe mich regelmäßig dabei, wie ich sofort den Sender wechsle, wenn Nachrichten kommen. 

Ich habe langsam das Gefühl mich immer mehr vom täglichen Geschehen zu entfernen. Die Welt ist außer Rand und Band, ich sitze auf einem Kettenkarussell, das sich schneller und schneller dreht und nicht mehr angehalten werden kann. Für mich gibt es nur mehr die Möglichkeit mit einem gewagten Sprung das Karussell zu verlassen, indem ich die Informationsflut stoppe.

Wie macht ihr das mit der Masse an Nachrichten? 
Könnt ihr damit noch umgehen, ohne zu sehr davon betroffen zu sein? Habt ihr dazu vielleicht ein paar hilfreiche Tipps! Wenn ja dann bitte her damit ... DANKE!





1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Bei uns war es früher ähnlich, da war die ZiB Pflichtprogramm ... Allerdings hab ich sie als Kind zu hassen gelernt, weil sich am Abend immer der ganze Zeitablauf an dieser Sendung orientiert hat. Daher ist mein aktiver Nachrichtenkonsum auch jetzt als Erwachsene eher niedrig. Ich lese schon immer wieder Schlagzeilen und Nachrichten, aber hauptsächlich online oder auf der ORF-App am Handy. Und regelmäßig tue ich es auch nicht.

    Ich muss mir daher zwar immer wieder sagen lassen, warum ich dieses oder jenes nicht mitbekommen habe, aber wichtige Dinge erreichen mich trotzdem. Und was mich nicht erreicht, war eben nicht wichtig genug. Mit dieser Einstellung lebe ich mittlerweile schon recht lange und habe für mich das Gefühl, dass sie gut funktioniert.

    Liebe Grüße
    Ascari

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