Sonntag, 18. September 2016

(Rezension) Eschbach, Andreas - Teufelsgold


Im 14. Jahrhundert wird der Deutschorden beauftragt, den Stein der Weisen zu finden und so zu verbergen, dass er niemals gefunden werden kann. Es soll auf jeden Fall verhindert werden, dass dieser Stein in die falschen Hände gerät.


Über die folgenden Jahrhunderte legt sich ein Mysterium um diesen geheimnisvollen Stein. Alchemisten jeder Zeit wollen genau wissen, was er kann bzw. wozu er im Stande ist. Die Gerüchte halten sich hartnäckig und auch Hendrik Busske setzt auf die Wirkung der Alchemie, zumindest in rhetorischer Hinsicht in seinen Seminaren über Erfolg, Reichtum und Macht. Selbst allerdings ist er weder erfolgreich, mächtig oder reich. Immer schon sucht er den einen Weg, um Geld zu scheffeln und somit das „richtige“ Leben zu genießen.


Im Zuge seiner Recherchen lernt er den Schlossbesitzer Westendorf kennen und lässt sich auf einen seltsamen Handel ein. Somit wird dieser sein Gönner und als Gegenleistung soll Hendrik sich hin und wieder mit Herrn Westendorf treffen, um sich mit ihm über Alchemie zu unterhalten. Nicht in seinen geheimsten Träumen hätte er gerechnet, auf eine seltsame Reise und Selbstfindung zu gehen.


Meine Meinung:

Selten tue ich mir schwer, mir eine Meinung zu einer Geschichte zu bilden. Dieses Mal versuche ich seit über 24 Stunden herauszufinden, wie mir das Buch gefallen hat.

Ich mag den Autor. Er hat immer ungewöhnliche Ansätze für seine Stories. Ich habe das Gefühl, dass hinter der Fiktion extrem viel Wahrheit steckt und meist habe ich schon während des Lesens, angefangen über das Thema nachzulesen.

So auch dieses Mal, denn der Alchemie hängt etwas sehr Geheimnisvolles an. Wem würde es nicht gefallen, Gold herstellen zu können. Aber nicht nur der materielle Gewinn steht in der Alchemie im Vordergrund, sondern das Ziel ist tiefgründiger und richtungsweisend für das Leben. Das ist ein Aspekt, der mir komplett neu war und mich eindeutig interessiert. Im Grunde läuft es aber auf die gleichbleibende Frage hinaus „Was ist der Sinn des Lebens?“. Jeder muss für sich die Antwort finden, egal ob Religion, Esoterik oder Alchemie. So viel also zum Thema des Buches.

Bei den Figuren steht Hendrik Busske im Vordergrund. Ein Mann, der verzweifelt das richtige Leben finden will. Er hat eine Frau, die ihn liebt und immer unterstützt. Als noch eine Tochter geboren wird, sollte sein Leben eigentlich perfekt sein. Seine Seminare über Reichtum, Geld und Macht sind nur Blendwerk, denn er selbst ist weder reich noch erfolgreich. Richtig sympathisch wird mir Hendrik nicht. Was auch daran liegt, dass er niemals ganz ehrlich ist. Er hält viel von seiner Persönlichkeit zurück – ich hatte nur einmal das Gefühl ihn als echten Menschen zu sehen und zu erkennen.

Interessant fand ich den Wechsel in den Handlungszeiten bzw. Erzählperspektiven. Wir werden ins 14. Jahrhundert entführt, lesen in verschollenen Schriften und erkennen im Laufe den Zusammenhang, der sich in der Gegenwart zu einem Ganzen zusammen fügen lässt. Ein Ganzes, das ein Ende ist oder vielleicht auch nicht.

Damit seht ihr mein Dilemma vom Anfang. Das Buch hat mir gefallen. Es war wie immer von Andreas Eschbach was komplett anderes als ich erwartet hatte. Es lässt sich in keine Schublade stecken. Es ist weder ein Historischer noch ein Fantasy noch ein Sci-Fi Roman. Es ist eine Mischung aus vielen Genres. Vielleicht fällt es mir deshalb so schwer, es zu bewerten.


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Jung gebliebene 45 jährige Tirolerin wird beim Selfie von ihrem Kater Starsky bedrängt. Ich widme mich meinem Lieblingshobby dem Lesen. Büchern gilt meine Leidenschaft.

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