Donnerstag, 25. Mai 2017

(Rezension) Agustín Martínez - Monteperdido Das Dorf der verschwundenen Mädchen



Ana und Lucia verschwinden - einfach so, von einer Minute zur anderen. Nicht aus einer anonymen Großstadt, sondern aus einem kleinen Dorf in den Pyrenäen. Hier kennt jeder jeden und somit sollte sich dieser Fall auch schnell klären lassen. Dem ist aber nicht so und erst als 5 Jahre später Ana bei einem Verkehrsunfall verletzt wieder auftaucht, kommt neuer Schwung in die Ermittlungen. Nun werden Polizeiexperten auf den Plan gerufen, die endlich Licht ins Dunkle bringen und natürlich auch Lucia finden sollen. 
Als Anas Erinnerungen keine Hinweise auf den Entführer geben, beginnen alle Bewohner des Dorfes einander wieder zu verdächtigen und zu beschuldigen. 

Aber wer steckt wirklich hinter diesem Verbrechen? Lebt Lucia denn überhaupt noch?





Wie hat es mir gefallen?


Als ich den Titel und den Klappentext gelesen hatte, war mir schnell klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. 

Ich finde Geschichten, die in einem Mikrokosmos spielen ungemein spannend. Diese Dorf in den Pyrenäen mit dem Rücken zum Berg und verborgen vor den Augen der Welt versprach eine geheimnisvolle Story, mit seltsamen Bewohnern und ihren Geheimnissen. 

Leider wurde ich recht enttäuscht und das liegt vor allem an folgenden Punkten.
Ständig wechselt der POV. Normalerweise mag ich das sehr gerne. Ich finde es interessant verschiedene Sichtweisen zu lesen, im entscheidenden Moment abzublenden, erhöht die Neugier und zwingt mich zum Weiterlesen. Allerdings gibt es hier so viele erzählende Personen, dass ich recht schnell den Faden verloren habe. Oftmals musste ich zurück blättern, um mich zu vergewissern, dass ich beim richtigen Erzähler anknüpfe. 
Die erdrückende Atmosphäre dieses Bergtals kam bei mir auch nicht wirklich an. Vielleicht liegt es daran, dass ich in den Bergen aufgewachsen bin und mich deshalb diese Täler, die langen Winter und das abgeschnitten sein, nicht in dem erforderlichen Maß begeistern konnte. 
Der Krimi an sich, war interessant. Gut durchdacht und vor allem, die gegenseitigen Verdächtigungen, die erfolglosen Ermittlungen der Dorfpolizei und die anderen Geheimnisse, die nun aufgedeckt werden. 

Da der Autor ein erfolgreicher Drehbuchautor ist, könnte ich mir vorstellen, dass sich die Geschichte als TV Mini-Serie gut eignet.


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Jung gebliebene 45 jährige Tirolerin wird beim Selfie von ihrem Kater Starsky bedrängt. Ich widme mich meinem Lieblingshobby dem Lesen. Büchern gilt meine Leidenschaft.

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