Mittwoch, 26. Juli 2017

(Rezension) Geiselhart, Christina - Die Bluthunde von Paris




Philippines Geburt mitten in den Wirren am Ende des 17. Jahrhunderts steht unter keinem guten Stern. Bereits ihre Schwestern wurden mit sichtbaren körperlichen Makeln geboren, doch Philippine ist ungemein schön und ihr verkrüppelter Fuß kann gut versteckt werden. 
Sie wächst in einer Familie auf, die voller Gewalt ist. Ihr Vater ist der Verhörmeister und ihr Onkel der Henker. Ihre Mutter versucht ständig zu Geld zu kommen und verdingt sich selbst und ihre Töchter als Hure. 
Nur Philippine wird nicht zur Prostitution gezwungen, da auf ihr die Hoffnungen auf eine gute Partie liegen. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch sehr wissbegierig und intelligent. Sie entflieht oft dem tristen Leben, indem sie lange Ausritte in den nahen Wald macht. Genau dort lernt sie auch Maxence kennen, der sich dort in einem kleinen Häuschen versteckt hält. Über einige Zeit verbringen sie viel Zeit miteinander und Philippine verliebt sich in den jungen Mann. 
Als dieser wieder nach Paris geht, um den Rufen der frühen Revolution zu folgen, trennen sich ihre Wege, die sich zwar wieder überschneiden, aber dann scheint es bereits zu spät zu sein. Denn die Geschichte nimmt ihren Lauf.




Wie hat es mir gefallen?


In meinem zu Hause war die Französische Revolution immer wieder einmal Thema, denn meine Mama stammt aus Frankreich und unterrichtete Geschichte. Somit wurde ich schon in jungen Jahren mit den Werten bekannt gemacht. Ich lese zwar nicht sehr oft über diese Zeit, aber ich durfte dieses Buch als Rezenionsexemplar lesen und war dennoch nicht wirklich auf die Geschichte vorbereitet. 
Natürlich weiß man von den Henkern, den Verhörmeistern, der Guillotine und der Gewalt, die jede Revolution mit sich bringt, aber in diesem Buch taucht man noch viel tiefer in die Geschichte und Tatsachen ein. Ungeschönt, historisch sehr gut recherchiert und daher auch sehr gewalttätig, schließlich waren diese Zeiten geprägt von Verrat, aufgeputschten Menschen, die bereit waren, ihr Leben zu lassen, um eine neue Zukunft zu gestalten. 

Ich habe bereits in einigen anderen Rezensionen gelesen, dass die Geschichte nichts für Zartbesaitete sei und dem gebe ich völlig recht. Die Beschreibungen von Folter, Gewalt, Vergewaltigung und dem normalen Alltag sind sehr plastisch und schrecken vor nichts zurück. 
Die Liebesgeschichte nimmt keinen großen Teil ein. Ich hatte das Gefühl, dass diese als Nebenstrang mitläuft, um ein wenig Hoffnung auf eine gute Zukunft zu schüren. Zeitweise hatte ich richtige Probleme meine positive Einstellung zur Französischen Revolution mit diesem Buch abzugleichen. Denn wir setzen heute noch auf Errungenschaften wie „Gleichheit, Brüderlichkeit, Freiheit“, die Menschen- und Bürgerrechte – all dies sind Werte auf die wir heute noch stolz sind, aber der Preis, der dafür bezahlt werden musste, war unglaublich hoch.
„Die Bluthunde von Paris“ ist ein Roman, der auf mich sehr authentisch wirkt, mich mehr schockiert, als berührt hat.



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Jung gebliebene 45 jährige Tirolerin wird beim Selfie von ihrem Kater Starsky bedrängt. Ich widme mich meinem Lieblingshobby dem Lesen. Büchern gilt meine Leidenschaft.

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