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Mittwoch, 20. Februar 2013

Duran, Meredith - Rühr nicht an mein dunkles Herz

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Zusammenfassung:
Die 26jährige Tochter eines Ägyptologen hilft ihrem Vater, die Geschäfte während seiner Abwesenheit im Antiquitätenhandel zu führen. Lydia Boyce hat nicht geheiratet, obwohl sie schon einmal nah daran gewesen wäre, doch damals hat ihre Schwester Sophie ihr den Mann weg geschnappt.
Lydia hält immer wieder Vorträge über die Arbeit ihres Vaters. Bei einem dieser Vorträge wird sie von Viscount Sanburne äußerst unhöflich unterbrochen. Dabei wird sie Zeugin eines Streits zwischen dem Viscount und seinem Vater. Eine ägyptische Stele rückt dabei in den Mittelpunkt und Lydia erkennt auf einen Blick, dass es hierbei um eine Fälschung handelt. Im Zuge der weiteren Recherchen findet Lydia heraus, dass die Fälschung in einer Lieferung ihres Vaters aus Ägypten verfrachtet wurde. Lydia kann nicht glauben, dass ihr geliebter und ehrlicher Vater, Schmuggelware aus Ägypten verschifft. Sanburne und Lydia laufen sich auf diversen Veranstaltungen über den Weg. Lydia sieht sich im Zuge ihrer Nachforschungen gezwungen auf die Hilfe von James zurückzugreifen. Beide sind nicht gerade sehr vertrauenselige Menschen und James Durham erfüllt alle Voraussetzungen eines selbstverliebten, selbstsüchtigen und unnützen Mitglied der Gesellschaft. Lydia will um jeden Preis die Unschuld ihres Vaters beweisen und James hat durch den harten Streit mit seinem Vater, kein wirkliches Verständnis dafür. Doch gemeinsam entdecken sie Spuren und Beweise.

Meine Meinung:
Ein ungemein fesselndes Buch mit äußerst überzeugenden Figuren, einer recht unterhaltsamen Krimigeschichte im Hintergrund. Doch am besten hat mir das Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren gefallen. Lydia, eine "alte" Jungfer versucht um jeden Preis, die Unschuld ihres Vaters zu beweisen und seine Arbeit ins rechte Licht zu rücken. Dabei vergisst sie komplett auf ihr Leben. All ihre Träume und Wünsche hat sie unter einer Schicht aus Loyalität, Sturheit und Unantastbarkeit verborgen. Auch bei James liegen tiefe Ängste verborgen. Seit seine Schwester ihren gewaltätigen Mann aus Notwehr ermordet hat, quälen ihn Schuldgefühle. All seinen Selbsthass und Zorn überträgt er auf seinen Vater. Um ihn zu verletzen und zu demütigen, wann immer möglich, lebt er ein ausschweifendes Leben. Die beiden passen eigentlich überhaupt nicht zueinander und wären sich auch niemals begegnet, nur durch einen Zufall kreuzen sich ihre Wege und die Geschichte bis zu letzten Seite, wird ungewöhnlich, witzig und auch traurig.
Einer der besten historischen Romane von Lyx, die ich je gelesen habe.


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