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Samstag, 15. April 2017

(Rezension) Lucas, Charlotte - Dein Perfektes Jahr



Hannah und Jonathan zwei Leben, die kaum unterschiedlicher sein könnten.
Hannah voller Optimismus, nimmt das Leben wie es kommt, spontan und gut gelaunt. Beginnt das Jahr mit Energie, denn ihre Pläne sind zu 100% aufgegangen und sie freut sich auf die kommenden Monate und hofft auf ein perfektes Jahr. 

Jonathan sehr korrekt, eingefahren in seinen Mustern. Jeden Tag um 06.30 wird gejoggt und anschließend die Zeitung gelesen. Er hat keine Zeit zu verschwenden, organisiert bis zur letzten Minute. Ein perfektes Leben sozusagen. 

Aber was passiert, wenn diese zwei Leben unbewusst miteinander kollidieren?



Wie hat es mir gefallen?


Ich gebe zu dieses Buch habe ich gekauft, weil mir 
a) das Cover so gut gefallen hat, 
b) der Buchschnitt rosarot ist, 
c) der Klappentext geheimnisvoll, alles- und nichtssagend war. und 
d) der Titel mich sofort angesprochen hat. 
Schließlich habe ich noch erfahren, dass die Autorin noch unter dem Namen Anne Hertz mit ihrer Schwester, eine meiner Lieblingsautorinnen im deutschsprachigen Raum für Liebesgeschichten ist, damit war der Kauf absolut gerechtfertigt. 

Aber nun zum Wesentlichen. Die Geschichte ist zweigeteilt: einmal wird aus Hannahs Sicht erzählt und dann wieder aus Jonathans. Allerdings beginnen die zwei nicht zur gleichen Zeit. Hannas startet im Oktober und Jonathan am 1. Januar und wie sollte es bei ihm auch anders sein, er läuft seine übliche Runde! Schon bei den ersten Seiten musste ich über seine Art und Weise lachen. Er schreibt Beschwerden und Leserbriefe, dabei ist der Mann erst knapp über vierzig. Gefangen in seinen wiederkehrenden Handlungen ohne Aussicht auf Entlassung. 
Irgendwann treffen sich die Zeitlinien von Hannah und Jonathan. Dann erklären sich auch die Gründe, warum es denn so anfangen musste. 
Ohne zu viel zu verraten, möchte ich nur erwähnen, dass das Buch mich nachdenklich gestimmt hat. Es war berührend, aber nicht zu traurig, es war lustig, wenn auch kein vulgärer Schenkelklopfer, es war für mich ein Hinweis, wie sich manche Leben berühren und beeinflussen ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. 
Das Leben ist tatsächlich wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Es schlägt Wellen und trifft irgendwann ans Ufer oder auf andere Menschen. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir durch das Leben schwimmen, wir schlagen Wellen und berühren andere.


1 Kommentar :

  1. Hallo Marie,
    mich hat es auch nachdenklich gestimmt.
    Ich mag solche Schicksalshaften Geschichten eh total gerne :-)Diese Gedankenspiele, wie eine kleine Begegnung so vieles verändern kann....
    Liebe Grüße

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