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Samstag, 15. Juli 2017

(Rezension) Land, Ali - Ich bin böse



Die 15jährige Annie lebt in einer Pflegefamilie. Ihr Psychiater Mike hat sie zu seiner Frau Saskia und seiner Tochter Phoebe aufgenommen. Niemand außer ihm weiß, warum sie nun Milly heißt und welche Geheimnisse ihr bisheriges Leben umgibt. 

Sie ist die Tochter einer pädophilen Serienmörderin, die 9 Kinder umgebracht haben soll. Annie hat sie an die Polizei verraten und jetzt wartet sie auf die Gerichtsverhandlung. 

Annie besucht die gleiche Schule wie Phoebe und diese macht ihr das Leben zur Hölle. Das Mädchen versucht sich richtig zu verhalten, um nicht wie ihre Mutter zu sein. Doch wie lange hält sie das aus, denn der Druck der Umstände nimmt mit jedem Tag zu.



Wie hat es mir gefallen?


Im Zuge einer Leserunde auf Facebook habe ich das Buch gelesen. 
Anfangs zögerte ich die Lektüre hinaus, denn ich fürchtete, dass ich mit dem Inhalt vielleicht nicht zurecht kommen würde. Ich kann aber jeden, der ähnliches glaubt, beruhigen. Es wird kaum etwas Genaues beschrieben und hauptsächlich wird das Kopfkino befeuert. 

Im Mittelpunkt steht Annie, die sich nach Jahren des Grauens mit ihrer Mutter, endlich dazu durchringen kann, zur Polizei zu gehen. Nun lebt sie in einer Pflegefamilie und versucht ihr Leben unter Kontrolle zu bringen. Sie ficht einen inneren Kampf aus, um zu beweisen, dass sie nicht wie ihre Mutter ist. Gut zu sein, fällt ihr aber mit jedem Tag schwerer, denn ihre Schwester ist so richtig fies. Sie piesackt sie bis aufs Blut. 
Die Therapiesitzungen mit ihrem Pflegevater Mike sollen ihr helfen, sich auf die Gerichtsverhandlung vorzubereiten. Gleichzeitig soll sie Methoden finden, um mit ihren Schuldgefühlen umzugehen. 

Die Geschichte läuft unter dem Genre „Psychologischer Spannungsroman“ und damit hat der Verlag eine gute Einschätzung getroffen. Es wird hier sehr viel Augenmerk auf Annies seelischen Zustand gelegt. Die Verbrechen ihrer Mutter sind zwar wichtig, werden aber niemals richtig beschrieben. Als Leser verfolgt man ihre Gedankengänge, die natürlich von ihrer Mutter geprägt sind. Ihr Überlebensinstinkt hat sie über die Jahre über Wasser gehalten und nun versucht sie in ein normales Leben zu schlüpfen. 

Der Schreibstil hat mich anfangs ein wenig gestört. Die Sätze sind eher kurz und prägnant. Ich musste die Geschichte hin und wieder unterbrechen, aber ab ca. der Hälfte hatte mich die Story komplett gepackt und lies mich nicht mehr los.


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