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Montag, 23. Oktober 2017

(Rezension) Tucker, Abigail - Der Tiger in der guten Stube



Ausnahmsweise gibt es zu dem Buch keine Inhaltsangabe, denn es geht schlicht und ergreifend einfach um die Katze. Geschichte, Entwicklung und auch Zukunft. 


"Der Tiger in der guten Stube" von Abigail Tucker


Die Autorin hat sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Sie hat ihre Fragen an Experten gerichtet und hat dabei Antworten erhalten, mit welchen sie so nicht gerechnet hat. So überraschte es mich auch zu erfahren, dass Hunde mit vegetarischer Ernährung überleben könnten, Katzen dagegen qualvoll sterben würden. 

Mythen, Fakten, neue Rätsel, Antworten auf Fragen und ungemein viele Zahlen gibt es hier heraus zu lesen. 
Besonders gefallen haben mir die Rückblicke auf die Vorfahren der heutigen Katze. Wie sie gelebt haben und warum sie ausgestorben sind. 

Traurig gemacht haben mich die Ausblicke auf die nahe Zukunft von Tiger, Löwe und anderen Großkatzen. Die Menschen beanspruchen immer mehr Lebensraum und damit drängen wir diese wundervollen Tiere immer mehr ins Abseits. Sie finden kaum mehr Nahrung, greifen somit auch hin und wieder Menschen an. 

Die Frage aller Fragen im Bezug auf Katzen bleibt immer die gleiche und eigentlich auch unbeantwortet. Warum lieben wir Menschen Katzen eigentlich so sehr? Sie sind eigensinnig, lassen sich nicht gut unterrichten, freuen sich auch nicht besonders, wenn sie uns am Ende eines Arbeitstages wiedersehen. Wenn sie im Haus sind, wollen sie raus. Sind sie draußen, dann wollen sie hinein. Gekuschelt wird immer nur nach ihren Regeln und nur dann wenn sie es auch will. Das Internet quillt über mit superniedlichen Videos von Katzen und dennoch stimmt der Spruch „Hunde haben Besitzer, Katzen Personal“.

Die Autorin geht ihren Nachforschungen peinlich genau nach. Sie recherchiert akribisch und versteht es auch die trockenen Fakten gut zu präsentieren. Die Zahlen beziehen sich hauptsächlich auf den US-amerikanischen Raum, könnten sich aber sicherlich auch auf Europa übertragen lassen. 

Fazit aus dem Buch für mich: Ich bin weiterhin ein Katzenfan. Ich stehe darauf, dass sie so unabhängig und starrsinnig sind. Auf ihre ganz eigene Art und Weise zeigen sie mir, dass ich zu ihrem Rudel gehöre, wenn ich auch ständig das Gefühl habe, ich werde in meiner Wohnung hauptsächlich geduldet, weil ich zweimal am Tag Futter verteile. 

Vielen lieben Dank an den Konrad Theiss Verlag für das Rezensionsexemplar. Die Aufmachung mit dem hübsch gestalteten Cover und den netten Zeichnungen im Inneren werten das Hardcover zusätzlich auf. Das Buch erhält auf jeden Fall ein hübsches Plätzchen neben all meinen anderen Büchern rund um die Katz.


1 Kommentar :

  1. Hallo Marie,

    mir war dieses Buch etwas zu sehr auf den amerikanischen Markt zugeschnitten. Aber ich habe viele Infos gern gelesen und mich erstaunten auch etliche Fakten.

    Für Katzenliebhaber ein wundervolles Buch.

    LG Barbara

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