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Sonntag, 10. Dezember 2017

(Rezension) Gier, Kerstin - Für jede Lösung ein Problem



Gerda genannt Gerri sitzt ganz tief in der Patsche. Eigentlich sollte sie von oben auf die Erde hinabsehen und es genießen, dass sie allen wichtigen Menschen in ihrem Leben noch einmal so richtig die Meinung gegeigt hat. Stattdessen versteckt sie sich bei ihrer besten Freundin Charly. Ihr Selbstmordversuch war – Gott sei Dank – nicht erfolgreich, aber sie schämt sich unheimlich. 

Die Abschiedsbriefe schlagen hohe Wellen, denn nicht alle können mir diesen wahren Worten umgehen. War ihr Leben in letzter Zeit eher langweilig und sogar recht traurig, wird es nun aber richtig spannend und Nerven aufreibend.


"Für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier

Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 2007 


Wie hat es mir gefallen?

Natürlich hatte ich schon früher, von diesem Buch gehört, aber lesen wollte ich es nicht. Erst als ich diese besondere Ausgabe entdeckt habe und es mir von einer Freundin empfohlen wurde, zog es endlich bei mir ein. 

In diesem Buch sind alle Abschiedsbriefe in kleine Umschläge verpackt und diese Seiten noch zusätzlich mit kleinen Zeichnungen verschönert.

"Für jede Lösung ein Problem" illustrierte Ausgabe



Gerda, genannt Gerri versiebt ihren geplanten Selbstmord völlig. Warum sie diesen finalen Schritt überhaupt in Erwähnung zieht, hat mir manchmal das Lachen im Hals stecken lassen. 

Natürlich hätte es andere Möglichkeiten gegeben, aber dieser Roman soll kein Selbsthilfebuch sein, sondern witzige Unterhaltungsliteratur. 

Und unterhalten konnte mich die Geschichte eindeutig. Gerri schafft es nämlich spielend, sie zu mögen. Sie ist witzig, loyal und freundlich. Sie lebt ihre Leidenschaft als Autorin, auch wenn niemand wirklich an ihr Talent glaubt. Ihr fehlt es vor allem an Unterstützung von ihrer Familie. Dabei möchte ich vor allem ihre Mutter erwähnen, die mir komplett unsympathisch war. Die ständige Bevormundung war kaum zu ertragen, auch wenn Gerri sich diese einfach gefallen lässt. 

Die ganze Familienkonstellation mit all den Schwestern, Tanten und Onkel war nicht einfach zu durchschauen, aber die Briefe haben dabei sehr geholfen. 

Ein paar der Nebenfiguren, allen voran die „schreckliche“ Charlotte (genannt Charly), Großtante Hulda und natürlich Georg, sind mir richtig ans Herz gewachsen. 

Auch wenn mir das Buch im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat und das Ende sehr nett war, wurden gewisse Probleme zwar angesprochen, aber nicht gelöst. Da hätte ich mir noch ein paar klärende Gespräche gewünscht, mit fliegenden Tassen, Tränen und tröstenden Umarmungen. 

Mal sehen, ob ich weitere Bücher der Autorin lesen werde. „Die Müttermafia“ fällt mir spontan ein, welches mir auch ans Herz gelegt wurde.



Über die Autorin:


Kerstin Gier hat 1995 ihr erstes Buch veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche Jugend-, Frauen- und Liebesromane verfasst, die allesamt von ihren Leserinnen mit Begeisterung aufgenommen werden. Ihre phantastische Trilogie »Silber« ist ein internationaler Bestseller, genauso wie die Romane »Rubinrot«, »Saphirblau« und »Smaragdgrün« sowie »Müttermafia« und »Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. (Quelle: Amazon)

Weitere Bücher:


"Wolkenschloss"
"Die Müttermafia"
"Die Silbertrilogie"


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