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Mittwoch, 25. April 2018

(Rezension) Vellguth, J. - Auf der Suche nach Glück in New York City



Endlich hat Holly ein Vorstellungsgespräch in einer renommierten New Yorker Firma. Sie fiebert dem Termin entgegen und als sie endlich nach einer Stunde Wartezeit vorgelassen wird, steht ihr ein bekanntes Gesicht gegenüber. Rick, dem sie gerade in einem Coffeeshop einen Kaffee ausgeben musste.

Dieser scheint überhaupt nicht erfreut zu sein, sie wiederzusehen. Im Gegenteil, er teilt ihr umgehend mit, dass sie die Stelle nicht erhält. Völlig vor den Kopf gestoßen, will Holly das Büro verlassen und läuft dem eigentlichen Boss in die Arme, der sie auf der Stelle einstellt, um Ricks Assistentin zu sein. 

Eine Aufgabe, die vor allem darauf abzielt Rick zu einem fleißigen und erfolgreichen Mitarbeiter zu machen. Sie soll über seine Projekte wachen und ihm den notwendigen Input geben. Aber ihr Schützling scheint immun gegen ihre Bemühungen zu sein. 

Erst mein einem Quid Pro Quo Deal gelingt es Holly bei Rick Interesse zu erwecken und beide kämpfen mit harten Bandagen, um den anderen jeweils von der Mission zu überzeugen.



"Auf der Suche nach Glück" von J. Vellguth


Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitenanzahl: 304 Seiten
Erscheinungsdatum: November 2017


Wie hat es mir gefallen?


Seit letztem Jahr bin ich ein wahrer Fan von Jacky Vellguth. „Das Päckchen“ hat heimlich still und leise mein Herz erobert und ich empfehle es gerne an andere Büchernerds weiter. 

Dieses Mal entführt uns die Autorin mitten nach New York. Eine Kulisse, die mich immer wieder fesselt und gefangen nimmt. Kaum eine Stadt – vielleicht noch Paris und Edinburgh – begeistert mich so wie NY. Jacky Vellguth nimmt die Leser auch ständig mit durch die pulsierende Stadt. Sie beschreibt Kaffees, Parks, Seitenstraßen und auch allseits bekannte Ausflugsziele. 

Holly fehlt die Zeit, um all die wundervollen Orte zu bewundern. Sie steckt all ihre Zeit und Energie in ihr Studium, um ihrem Traum einen Schritt näher zu kommen. Sie ist bereit hart zu arbeiten und nimmt auch Umwege in Kauf. Sie entspricht ein wenig dem Klischee des armen Mädchens vom Lande, das gerne ihre Eltern besucht und auch unterstützt. Sie tut auch sonst Gutes und damit könnte sie auch ein wenig zu gut oder zu heilig erscheinen, aber ihr fröhliches, nettes und vor allem ihr direktes Wesen, hält dabei eine gute Balance. 

Rick wuchs mit dem goldenen Löffel im Mund auf. Er hatte alles, konnte auf eine gute Uni gehen und musste sich niemals ernsthaft um lebensnotwendige Dinge kümmern. Seine Eltern unterstützen diesen Lebensstil und sein Umhertreiben. Ohne konkretes Ziel lebt er in den Tag hinein. Dies scheint ihn auch nicht groß zu stören und als ihm Holly, von seinem Vater aufs Auge gedrückt wird, regt sich sofort Widerstand. Holly möchte, dass er früh aufsteht, zur Arbeit geht und dort produktiv ist. Warum sollte er das tun? Schließlich stehen ihm alle Mittel zur Verfügung. 

Als die zwei eine Regelung finden, versucht Rick Holly zu überzeugen, dass es doch sehr viel sinnvoller wäre seinen Status Quo als Schwerenöter aufrechtzuerhalten. Somit fährt er schwere Geschütze auf, um sie auf seine Seite zu ziehen. 

Holly dagegen ist überzeugt, dass in Rick sehr viel mehr Potential steckt, das sie erst erkennen und erwecken muss. Damit würde sie eine langfristige Stellung im Unternehmen ergattern. 

Holly und Rick verbringen somit sehr viel Zeit miteinander und lassen ihre Masken zusehens fallen. Hollys Zuversicht in ihrem Beruf wichtige Dinge zu bewegen, beeindruckt Rick immer mehr und er bekommt durch sie Einblicke in das „normale“ Leben, das sie so drastisch von seinem eigenen unterscheidet. 

Die zwei Hauptfiguren könnten nicht unterschiedlicher sein und zu Beginn knallt es noch regelmäßig zwischen ihnen aber Rick punktet mit wunderschönen Ausflügen wie zB Schlittschuhlaufen im Central Park und Holly bleibt so normal und genießt aber auch gerne die Aufmerksamkeit die Rick ihr schenkt.

Ich gebe zu, dass mir „Das Päckchen“ um ein klitzekleines bisschen besser gefallen hat. Wisst ihr warum? Ja, genau – Emma war ein Bücherwurm, sie durfte ihren Lieblingsautor kennen lernen, all das waren Momente und Gefühle, die ich uneingeschränkt nachvollziehen konnte.

Lass euch von Holly und Rick ins winterlich, weihnachtliche New York entführen!


Über die Autorin:

… bin 1982 geboren, habe ein Diplom in (Astro-) Physik und lebe mit meinem Mann und meinen beiden Kindern in der schönen Schlossstadt Brühl bei Köln.

Ich liebe es zu lesen, zu schreiben und über das Schreiben zu lesen. Neben meinen fiktionalen Büchern bin ich auch Bloggerin und schreibe seit 2007 Artikel über das Schreiben bei Schriftsteller-werden.de (Quelle: Autorenhomepage)

Weitere Bücher der Autorin:

Verliebt in Miami (gerade erschienen)
Das Päckchen
#FolgedeinemHerzen
Der Duft von Büchern und Kaffee


Weitere Leserstimmen:

Astrid von "Das Lesesofa"


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