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Freitag, 1. Juni 2018

(Rezension) Blum, Fiona - Das Meer so nah



Ein einziger Anruf stellt Lucy S. Harpers Leben komplett auf den Kopf. Sie möge doch so schnell als möglich nach Irland kommen, ihr Vater läge im Sterben und sein letzter Wunsch, wäre es, sie zu sehen. Doch Lucys Vater wohnt nicht weit von ihr entfernt in Manchester und ist wohl auf. Natürlich stellt sie ihre Eltern zur Rede, um zu erfahren, was es mit diesem mysteriösen Anruf auf sich hat. Da sie keine richtige Antwort auf ihre Fragen erhält, macht sie sich kurzentschlossen auf den Weg nach Irland.

Dort angekommen, trifft sie auf ein paar skurrile Gestalten und erfährt, dass George Miller - ihr Vater - in der Nacht verstarb. Mit Geordies Freunden findet sich auf einer Wiese wieder, um gemeinsam die Totenwache zu halten. In mitten der irischen Nacht umgeben von all diesen Fremden, eingehüllt in traurige Lieder, fühlt sie sich äußerst unbehaglich. Schnell nach Hause ist ihre Devise, aber ihr Erbe vereitelt ihren Entschluss. Was soll sie mit dem orangefarbigen 1979er VW Bus anfangen? Warum nennen Geordies Freunde sie Skye? Welche Geheimnisse birgt der Koffer unter dem Bett im Wagen, tragen die Gegenstände womöglich dazu bei, die wichtigste Frage zu beantworten?

Lucy Skye setzt sich hinters Steuer des VWs, fährt in Richtung der Fähre, die sie nach England zurückbringen soll. Sie verliert auf dem Weg ihr Handy, verirrt sich mangels Navi und ein ungewöhnlicher Roadtrip beginnt.


"Das Meer so nah" von Fiona Blum

Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: April 2018


Wie hat es mir gefallen?


Vielen Dank an Eva von "Bücherfanseite", die mich auf dieses Buch aufmerksam machte. Dem Verlag und dem Bloggerportal danke ich für das Rezensionsexemplar. 

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht im Grunde der verstorbene George Miller. Seine Figur verbindet alle anderen Charaktere miteinander. 

Selbst Lucy, die ihn nicht kennt, folgt seinem Ruf. Ihr Plan kurz nach Irland zu fliegen, um das Missverständnis zu klären, löst sich schnell in Luft auf. Nachdem sie sich entschließt, ihr Erbe, den alten VW Bus, anzunehmen, setzt sie sich hinters Steuer, um nach Hause zu fahren. In Knocknabarra, Georges letztem Wohnort, lässt sie seine Freunde: Maureen, Séamus, Flynn, Erin, Gracie, Roísín, James und Raymond unendlich traurig zurück. Anfangs ist Skye wild entschlossen, schnell wieder nach Manchester zurück zu fahren. Manchmal sind Pläne einfach zum Scheitern verurteilt. Skye rechnet nicht, dass sie ihr Handy verliert und dass sie auf Grund einer Autopanne noch länger in Irland bleiben muss. Sie durchstöbert Georges Bus und entdeckt ein Tagebuch. Anfangs liest sie es nur zögerlich und voller Angst, aber auch voller Neugier, um herauszufinden, warum George davon überzeugt war, ihr Vater zu sein. Skyes bisheriges Leben verlief in geordneten Verhältnissen. Als Mathematiklehrerin bevorzugt sie gerade Linien. Sie meidet Umwege und kurviges Gelände. Auch dem Meer kann sie kaum etwas Gutes abgewinnen. Georges Leben dagegen war voller Kurven, die Skye aus einem Impuls heraus folgt, um viel über ihn und über sich selbst herauszufinden. 

Bei Georges Freunden in Knocknabarra fühlt sich vor allem Maureen für Skye verantwortlich. Sie befürchtet mit ihrem Anruf Skye völlig aus der Fassung gebracht zu haben. Als Skye telefonisch nicht erreichbar ist, klettert Maureen in ihr Auto, um ihr hinterher zu fahren. Roísín gesellt sich dazu und mit ihr auch alle anderen. Acht ungewöhnliche Menschen, die um einen Freund trauern. Sie machen sich auf die Suche nach einer Frau, die sie kaum kennen und die sie womöglich auch gar nicht finden. 

Sowohl Skyeals auch das Grüppchen bewegen unterschiedliche Motive zu ihrer Reise. 

Skye folgt den Brotkrumen aus dem Tagebuch, welche sie nach Dublin, Galway und ans westliche Meer führen. Sie findet heraus, was es mit einer signierten Schallplatte auf sich hat, warum sie ständig an Liam Cullen denken muss und ganz am Ende auch wer George Miller tatsächlich war. 

Ganz angetan war ich von der Gruppe rund um Maureen. Jede einzelne Person erzählt eine Geschichte, die zu Herzen geht und berührt. Roísíns Erinnerungen möchte ich besonders erwähnen. Gracie hat mich zu Tränen gerührt, genauso wie Flynn. 

Dieses Buch ist eine sehr gelungene Komposition aus Roadtrip, Musik, irischer Tradition und Geschichte. Es sind die wundervollen Figuren, die die Story zum Leben erwecken. Sie haben Herz, Gefühl und Verstand. Sie erzählen vom Leben, dem Schicksal und ihren Träumen.



Weitere Leserstimmen:

Sabine von Buchmomente


Über die Autorin:

Fiona Blum ist das Pseudonym der Schriftstellerin und Juristin Veronika Rusch. Sie hat Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom studiert und mehrere Jahre als Anwältin gearbeitet. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. Für ihren Roman »Liebe auf drei Pfoten« erhielt sie den begehrten DELIA-Literaturpreis. (Quelle: Verlagshomepage)

Weitere Bücher der Autorin:

Liebe auf drei Pfoten
Frühling in Paris


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Zur Verfügung gestellt: Bloggerportal

Ich bedanke mich beim Bloggerportal, dem Goldmann Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.

Kommentare :

  1. Von der Fiona muss ich jetzt endlich mal was Lesen. Hab zwei Bücher von ihr. Ein E-Book und ein Print.

    Dein Blog sieht jetzt sehr schön aus.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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    Antworten
    1. Hallo Gisela,

      danke - ich mag das neue Design auch sehr gerne.

      Dieses Buch mochte ich wirklich gerne. Mir gefiel es, dass die Hauptfigur keine 20 ist sondern in meinem Alter.

      LG aus Tirol
      Marie

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