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Mittwoch, 27. Juni 2018

(Rezension) Roy, Suzanne - Ich muss verliebt gewesen sein (Anzeige)



Stell dir vor es klingelt an der Tür und du machst auf. Vor dir steht dein Mann, der seit acht Jahren keine Rolle in deinem Leben spielt. Genau das passiert Jennifer. Bruno will sofort die Scheidung, denn er möchte wieder heiraten. Da die Gesetzeslage in Spanien anders ist, soll Jennifer alles Stehen und Liegen lassen, um eine Unterschrift zu leisten.

Jenny denkt nicht daran, ihrem Ex diesen Gefallen einfach so zu tun. Genau deshalb hat sie damals nach einer spontanen Hochzeit, die Flucht ergriffen. Zwei Monate hielt die Ehe mit Bruno de Verteuil, einem erfolgreicher Winzer. Ihm verfiel die 21jährige Jennifer vom ersten Moment an. Als er jedoch von ihr verlangte in Spanien zu bleiben, um ihn auf dem Weingut zu unterstützen, blieb ihr keine andere Wahl als nach Kanada zurückzukehren. Ihr Studium und ihre beruflichen Plänen wollte sie unter keinen Umständen aufgeben. 
Bruno kann sehr überzeugend sein. So fliegt Jenny mit ihm gemeinsam wieder nach Spanien. Die Gegend rund um das Weingut erweckt Erinnerungen. Gut wie auch Schlechte. Die Vergangenheit fest eingeschlossen, stellt sie sich der neuen Situation.


"Ich muss verliebt gewesen sein" von Suzanne Roy

Verlag. rororo
Seitenanzahl: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: Mai 2018



Wie hat es mir gefallen?


Ich weiß nicht mehr genau, wo ich dieses Buch entdeckt habe. Mir gefiel auf Anhieb das Cover und der Klappentext. Danke an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar. 

Bereits in der Kurzbeschreibung fand ich die Ausgangssituation ansprechend. Warum endet eine spontane Hochzeit in so einem Desaster? Die Antwort auf diese Frage beantwortet Suzanne Roy mit einer sehr lebendigen weiblichen Hauptfigur. Bei Jennifer fand ich viel von mir selbst. Ich hätte ähnlich reagiert wie sie, als ihr Ehemann unglaubliche Forderungen stellt. Dieser Überfall und die darauf folgenden Aktionen haben die Furie geweckt. Ihrem Plan, Bruno ein wenig auflaufen zu lassen, konnte ich nichts abgewinnen. Freute mich aber schon auf die Umsetzung. 

Langsam erfährt der Leser Einzelheit zu dieser wilden Liebe. Zwar nicht in dem Umfang, den ich erhoffte, aber genug, um zu begreifen, warum Jennifer wild um sich schlägt und manchmal recht rigorose Handlungen setzt. Obwohl sie sich in den acht Jahren von einer jungen, impulsiven zu einer ernsthaften Frau verändert. 

Zu Beginn fand ich Bruno sehr übergriffig. Nicht im körperlichen Sinn, aber in seinem Benehmen gegenüber seiner Noch-Ehefrau. Erst im Laufe der Story erklärt sich seine forsche Herangehensweise zumindest zum großen Teil. 

Einen Zusatzpunkt vergebe ich für das Setting. Katalonien/Spanien als Handlungsort eines Liebesromans ist mir noch nicht sehr oft untergekommen. Dieses Weingut mit Blick aufs Meer und der Abgeschiedenheit überzeugte mich. 

Mein Fazit zu dem Buch lautet wie folgt: Die Geschichte setzt an einem ungewöhnlichen Punkt an. Jennifer und Bruno haben acht Jahre lang keinerlei Kontakt. Sie entwickeln sich beide unabhängig voneinander. Wobei Jennifer sich ungleich mehr verändert. Mit einundzwanzig Jahren fehlte es ihr damals an Lebenserfahrung. Nach einem erfolgreich absolvierten Studium und dem Aufbau einer aufstrebenden Werbeagentur ist sie an diesen Aufgaben gewachsen. 
Bei Bruno sind die Entwicklungen sehr subtiler zu beobachten. Er öffnet sich nur langsam und zeigt seine veränderten Seiten in kleinen Dosen. 

Zum Cover möchte ich noch erwähnen: Es ist wunderschön gestaltet. Es macht Lust das Buch zu lesen, aber warum muss die Frau brünett sein?? Jennifer ist eindeutig blond und das spielt auch eine kleine Rolle.



Weitere Leserstimme:


Sandra von Zeitengenossin


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Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:


Zur Verfügung gestellt: Rowohlt Taschenbuchverlag


Ich bedanke mich beim Rowohlt Taschenbuchverlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.




Kommentare :

  1. Guten Morgen.
    Habe dein Kommentar auf meinem Blog gesehen und möchte mich vom Herzen für deine Verlinkung bedanken und darauf aufmerksam machen, dass mein Blog Zeitengenossin heißt und nicht Literaturkritik. Wäre aber auch ein echt guter Name für einen Bücherblog. Dennoch: Vielen lieben Dank vom Herzen. Ich freue mich sehr, dass du über meine Literaturkritik zu diesem Buch gestoßen bist.

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Donnerstag.
    Liebste Grüße,
    Sandra.

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    1. Hallo Sandra,

      den Namen habe ich nun gleich geändert. Ich habe keine Ahnung, wie ich auf diesen Namen gekommen bin. *lach*

      GLG aus Tirol
      Marie

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  2. Hallo Marie!

    Das Buch hätte ich wohl ohne deine Rezension überhaupt nicht entdeckt. Es hört sich für mich richtig gut an udn ich werde es mir gleich auf die Merkliste setzen, damit ich es nicht vergesse.

    Viele Grüße
    Jenny


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    1. Hi Jenny,

      schön, dass ich dich neugierig machen konnte. Mir gefiel es gut und war mal ein wenig anders.

      GLG aus Tirol
      Marie

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