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Montag, 20. August 2018

(Rezension) Smith, Martin Cruz - Im Schatten von San Marco (Anzeige)



Kurz vor Ende des 2. Weltkriegs entdeckt der Fischer Cenzo Vianello im Meer vor Venedig den Körper einer jungen Frau. Zuerst glaubt er, dass sie tot im Wasser treibt, doch Guilia erweist sich als sehr zäh. Sie kann gut schwimmen und ist am Ende ihrer Kräfte. Er rettet sie aus den Fluten und versteckt sie, während sein Fischerboot von einem Patrouilleschiff durchsucht wird. Anschließend müssen sie sich verstecken und da begeht Cenzo einen folgenschweren Fehler. 

Guilia ist Jüdin. Gemeinsam mit ihren Eltern versteckte sie sich in einem Krankenhaus. Doch das Versteck wird verraten und alle außer Guilia werden deportiert. 

Cenzo macht sich natürlich Gedanken, wie es mit der jungen Frau weitergehen soll. Nachdem er sich entschlossen hat, ihr zur Flucht zu verhelfen, überschlagen sich die Ereignisse. Cenzo gerät zwischen die Fronten, von Deutschen, Schwarzhemden und Partisanen.


"Im Schatten von San Marco" von Martin Cruz Smith

Verlag: C. Bertelsmann
Seitenanzahl: 352 Seiten
Erscheinungsdatum: April 2018


Wie hat es mir gefallen?


Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen und möchte mich herzlich dafür bedanken. Dieses Mal habe ich sehr lange gebraucht, um mich der Geschichte zu widmen. Zwei Mal habe ich abgebrochen, weil ich mich einfach nicht auf das Buch konzentrieren konnte. 

Nun endlich war die Zeit reif. 

In diesem Buch begeben wir uns auf eine Zeitreise nach Venedig und an den Gardasee kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Welt liegt in Trümmern. Die deutschen Besatzer ziehen sich überall langsam zurück und dennoch verbreiten sie immer noch Terror. Die italienischen Faschisten halten verzweifelt an ihrer Macht fest. Dieses Durcheinander und das Machtvakuum sind höchst explosiv. 

In dieser angespannten Situation findet Cenzo die junge Guilia. Eine Jüdin, die auf der Flucht ist. Die zwei könnten nicht unterschiedlicher sein. Cenzo ist Fischer aus vollstem Herzen. Er versteht sein Handwerk. Guilia dagegen ist akademisch hoch gebildet. Sie spricht drei Sprachen und zitiert Byron. 

Mit der Rettung verbinden sich ihre Schicksale. In den Wirren der letzten Kriegstage werden sie in ein Netz auch Spionage, Verrat und Täuschung verwickelt, das an Action und Spannung kaum zu überbieten ist. 

Es ist nicht möglich diesen Roman in die Schublade des Genres zu stecken. Neben den Spannungselementen, kommt auch die Romantik nicht zu kurz ohne jedoch ins Kitschige abzugleiten. 

Mir war der Autor bisher nur bekannt durch „Gorki Park“ und einige andere Krimis. Sein Ausflug ins historisch, spannende Genre ist ihm gelungen.




Über den Autor:
Martin Cruz Smith, 1942 in Philadelphia geboren, gelang mit dem Thriller "Gorki Park" ein Welterfolg, der auch in der Verfilmung mit William Hurt und Lee Marvin ein Millionenpublikum begeisterte. Seither hat der russische Ermittler Arkadi Renko eine große Fan-Gemeinde. Martin Cruz Smiths Romane wurden bereits in 14 Sprachen übersetzt. (Quelle: Verlag)


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Ich bedanke mich beim Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.


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