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Freitag, 25. Januar 2019

#Buchgeflüster: Wie das Bloggen mein Lesen (oder so) verändert hat

Die liebe Tii von Tii & Ana's kleine Bücherwelt hat eine interessante Frage gestellt. Die hat mich ehrlich zum Grübel gebracht. 




Wie war es denn früher, wobei früher in meinem Fall die 80iger und 90iger Jahr sind. Damals besorgte ich mir alle meine Bücher in der Leihbücherei. Bücher habe ich zu besonderen Anlässen geschenkt bekommen oder mir selten selbst gekauft. 
Schon damals hatte ich einen SuB, zwar klein und fein, aber oftmals musste ich die Leihzeit verlängern, damit ich auch alle Bücher lesen konnte. Somit ist recht klar, dass ich bereits als Kind oder Jugendliche viel gelesen habe.

Es gab dann auch aus beruflichen Gründen Phasen ohne Bücher. Ich wollte mich weiterbilden und deshalb war ich einfach zu müde, um mich mit zusätzlicher Lektüre zu belasten.

Als ich endlich alles hinter mir hatte, war die Zeit für gute Bücher gekommen. Die große Welle der Krimis und Thriller brach an und auch das Internet zog in meinem Heim ein. Eine Welt unerschöpflicher Inspiration.

Die ersten Buchblogs erblickten das Licht der Welt und damit noch zusätzliche Quellen für Neuerscheinungen. 

Ich gebe es auch unumwunden zu, dass Facebook mich dazu gebracht hat, einen Blog zu beginnen. Dazu noch die wundervollen Buchevents wie die LLC in Berlin, wo ich einige deutsche Autorinnen kennenlernen durfte. Ich wollte diese unterstützen und schrieb deshalb Rezensionen zu ihren Büchern. Soviel ungenutzter Content, daher die logische Folge - eigener Blog.

Umfeld und Name

Der französische Name entstand aus der Not, einen schönen deutschen Namen zu finden. Da ich einen französischen Hintergrund habe, war "Salon du Livre" eigentlich recht schnell gefunden. Marie sollte mein Pseudonym sein. Ich dachte nicht, dass es wichtig wäre meinen richtigen Namen anzugeben. 
Durch die vielen großartigen Kontakte zu anderen Bloggern, Lesern und Autorinnen bereue ich diesen Schritt heute ein wenig. Ich liebe es über Geschichten, Figuren und Handlungen zu sprechen. Diese Gemeinschaft möchte ich nicht mehr missen. 

Mein nahes Umfeld, wie Mann und Mama wissen, um meinen Blog. Meine engsten Freundinnen, die ich über Facebook und übers Lesen erstmals getroffen habe, sind ebenfalls totale Bücherfreaks. Sie wissen es auch, aber keinen interessiert sich richtig dafür. Passt für mich auch. 

Bücherwelt


Ich liebe, liebe, liebe sie! 

Die Entwicklung, die durch das Internet möglich war, empfinde ich als ungemein berauschend. (Ich lasse hier die negativen Aspekte mal völlig außer Acht!) 
Der Kontakt, der sich zu den Autorinnen und Autoren ergibt, ist so toll. Was mich immer wieder überrascht, wie freundlich und nett diese sind. Auch Bestseller-Autoren halten Kontakt zu ihren Fans. Die Erfurcht, die ich früher hatte, ist zwar immer noch da, aber die Angst jemanden anzusprechen, ist nicht mehr so groß. 

Besonders freut es mich immer, neue Blogger oder Leser zu treffen. Wir teilen die gleiche Leidenschaft und es ist so genial, sie zu unterhalten. Ich komme mir nicht als Freak vor, sondern befinde mich unter Gleichgesinnten, die meine Einstellung verstehen.


Lesen


Ich lese mehr, viel mehr sogar. Ich verschlinge manche Bücher regelrecht. Anfangs habe ich auch jedes angebotene Rezensionsexemplar angenommen. Schließlich fühlte ich mich sehr geschmeichelt, dass ein Autor/eine Autorin sich an mich wendet. Kam auch nicht sehr oft vor! 
Mit dem Bloggerportal von Randomhouse entstand dann auch noch eine sehr gut organisierte Plattform für Blogger. Andere Verlage folgten mit ihrem Angebot an Blogger. Das nutze ich auch, aber wie fast alle "älteren" Blogger setze mich das eher unter Druck. Meine Anfragen sind weniger geworden. Ich frage nur noch ganz gezielt Bücher an. Manchmal auch Geschichten, die komplett außerhalb meiner Komfortzone liegen. Diese Möglichkeiten finde ich sehr angenehm.
Sonst kaufe ich mir die Bücher selbst, das lässt meinen SuB ins Unermessliche wachsen, aber ich bemühe mich sehr, diesen nun langsam aber sicher abzubauen. 

Leben


Lesen ist mein Hobby. Daran wird sich hoffentlich niemals etwas ändern. Es gefällt mir in fremde Welten einzutauchen. Die Realität auszuschalten und mich für kurze Zeit auszuklinken.
Da ich ja seit 19 Jahren auch meine halbseitig gelähmte Mama betreue, bleibt nicht viel Zeit für mich selbst. 
Natürlich investiere ich auch Zeit in den Blog. Manchmal denke ich mir, zu viel Zeit, die ich eigentlich zum Lesen nutzen könnte. Doch wenn ich eine Zeitlang nichts schreibe, fehlt es mir dann. 

Welche Erfahrungen habt ihr denn gemacht?




Kommentare :

  1. Hallo :) Danke für diesen Einblick in dein "Leben" <3 Und schön, dass es doch so viele positive Aspekte gibt <3

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  2. Liebe Marie,
    das ist ein tolles Feedback.

    Schöner Beitrag und vielen Dank für den Einblick in Dein „Leseleben“


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  3. Huhu du,
    das ist doch ein super Ergebnis. Das mit der Zeit kenne ich allerdings auch, man kann sich halt nicht zerteilen und wenn ich mehr blogge, lese ich leider weniger. Aber ich liebe beides und möchte keines von beiden missen. In nächster Zeit will ich mir allerdings mehr Lesezeit gönnen, mal schauen, ob das auch klappt.
    Liebe Grüße, Petra

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