Social Media

Mittwoch, 4. September 2019

(Rezension) Moyes, Jojo - Lou #3 Mein Herz in zwei Welten


In New York angekommen, findet sich Lou in einer völlig neuen Welt wieder. Als Assistentin von Agnes Gopnik, die einen sehr vermögenden Mann geheiratet hat, erhält sie einen tiefen Einblick in das Leben der Schönen und Reichen. 

Mühsam versucht sie in New York Fuß zu fassen, versucht Agnes nicht nur eine gute Assistentin zu sein, sondern fast schon eine Freundin. Sie teilt ihre Geheimnisse, steht ihr in schweren Situationen vorbehaltlos bei.

Für Sam schlägt ihr Herz, der tausende Meilen weit weg wohnt und nur selten ins Flugzeug steigen kann, um Lou zu besuchen. An einem dieser seltenen Wochenende schnappt Sam einen hartnäckigen Magenvirus auf. Somit fällt das romantische Stelldichein völlig ins Wasser. Der erste Riss in ihrer noch neuen zarten Beziehung, der sich über die Wochen vergrößert.

Lous vermeindliche Freundin Agnes zieht sie in ein fatales Lügengeflecht und schießlich büßt Lou alleine für eine Tat, die sie gar nicht begangen hat. Sie verliert ihre Anstellung, ihre Unterkunft und steht schon knapp vor der Obdachloskeit, als eine kleine, scheinbar unfreundliche Nachbarin sich als Retterin in der Not herausstellt, die Lou aber dringend braucht und diese nutzt ihre Chance.



"Mein Herz in zwei Welten" von Jojo Moyes


Verlag: Wunderlich
Seitenanzahl: 592 Seiten
Erscheinungsdatum: Januar 2018



Wie hat es mir gefallen?


Mit „Ein ganzes halbes Jahr" hat die Autorin eine der ergreifensten Geschichten geschrieben. Ich habe mit Louisa Clark gelacht, geflucht, getanzt und vor allem geweint. 

Als das nächste Buch rund um Lou „Ein ganz neues Leben“ erschien, wurde es zwar als zweiter Teil beschrieben, aber ich sah es eher als neue Geschichte nur mehr mit Lou. Es konnte keine richtige Fortsetzung sein, denn es fehlt ein wichtiger Part. Es dreht sich alles nur um Lou, ihre Trauer, ihr Stehenbleiben, ihr Fallen und auch ihre Wiederauferstehung mit Hilfe von Sam. 

Sam, der kam als Lou schon die Entscheidung getroffen hatte, in die USA zu fliegen. Sam, den sie lieben gelernt hat. Sam, den sie in England zurücklässt, um ihren Weg zu gehen, eventuell auf Wills Spuren. Sam, der sie versteht wie kein anderer. 

In New York angekommen, funkelt die neue Welt in allen herrlichen Farben. Aber hinter dieser glitzernden Fassade erkennt sie Missgunst, Neid, Tratsch und wird selbst zum Opfer. Eine Entwicklung, die man kommen sieht. Man möchte Lou ihre rosarote Brille wegnehmen, sie anschreien, dass sie endlich aufwachen soll, aber sie rennt sehenden Auges in ihr Unglück. Oder vielleicht doch nicht? 

Sie trifft auf eine Nachbarin der Gopniks, die scheinbar sehr abweisend und unfreundlich scheint, bis Lou auch hier genauer hinsieht. 

Die junge Frau bleibt immer sie selbst und trotzdem lernt sie aus ihrem Leben. Sie hat schon einiges miterlebt und dennoch steht sie zu sich, ihren Stärken und Schwächen, liebt es zu lachen und kreiert ihren eigenen Modestil. Die Hummelstrumpfhosen dürfen natürlich auch nicht fehlen. 

Ich finde den Titel „Mein Herz in zwei Welten" so passend. Bezieht sich nicht nur auf England und die USA, auf Will und Sam sondern auch auf ein paar andere Aspekte der Geschichte. Wobei mir auch der englische Titel „Still me“ gefällt.




Über die Autorin:

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Der Roman «Ein ganzes halbes Jahr» machte sie international zur Bestsellerautorin. Weitere Nr. 1-Bestseller folgten. Jojo Moyes lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf dem Land in Essex.





Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Für die erforderliche Zuordnung des Kommentars wird man personenbezogene Daten speichern, nämlich Name, E-Mail und IP-Adresse. Durch Absenden des Kommentars erklärt der User sich hiermit einverstanden.