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Samstag, 28. Dezember 2019

(Rezension) McAbbey, Lisa - Die englische Lady und der Rebell (Anzeige)

Schottland 1747: Um bei ihrem Onkel zu unterrichten, nimmt Prudence Holloway den beschwerlichen und langen Weg nach Schottland auf sich. Voller Zuversicht und begleitet von einem älteren Ehepaar steigt sie in eine Kutsche. 

Auf dem strapaziösen Weg wird Prudence jedoch schwer krank und findet sich schließlich in den Highlands wieder. In der Obhut einer jungen Frau mit Kindern und dessen Ehemann. Erst nach einigen Wochen ist sie wieder soweit genesen, um endlich an ihr Ziel zu gelangen. Der ruppige Schotte Lachann erklärt sich bereit, die junge Frau zu ihrem Onkel zu bringen. 

Die mehrtägige Reise führt sie quer durch die Highlands nach Westen. Sie schlafen unter freiem Himmel und verbringen erzwungener Maßen viel Zeit miteinander. Lachann glaubt in Prudence eine typische englische Lady vor sich zu haben. Vorwurfsvoll erzählt er vom Krieg gegen die Engländer, über deren Gräueltaten und die Folgen. Prudence hört voller Entsetzen zu und erkennt, dass all diese Informationen in sehr verzerrter Form nach England gelangen und somit an dem gewalttätigen Ruf der Schotten Schuld trägt. Sie nimmt sich vor, während ihrer Tätigkeit als Lehrerin darauf zu achten, keine Vorurteile zu schüren. 

Als Prudence und Lachann britischen Soldaten in die Hände fallen, erkennt Prudence, dass ihr Begleiter noch einiges verschwiegen hat, deshalb muss sie eine gravierende Entscheidung treffen.



"Die englische Lady und der Rebell" von Lisa McAbbey

Verlag: beHEARTBEAT
Seitenanzahl: 249 Seiten
Erscheinungsdatum: Dezember 2019



Wie hat es mir gefallen?


Ein Highlander und eine englische Lady gemeinsam auf Reisen - mein typisches Beuteschema und ich bin der Autorin sehr dankbar für das Rezensionsexemplar. Ich mag ihre historischen Geschichten und freute mich sehr darauf es zu lesen.

Was mir an den Büchern von Lisa McAbbey immer gut gefällt, sind die wahren historischen Hintergründe, welche mit fiktiven Figuren vermischt werden.

So auch dieses Mal. Die Schlacht von Culloden 1746 ist ein wichtiger Schauplatz von Lachanns Vergangenheit. Dieser Kampf war bekanntlich ein grausamer Höhepunkt der britisch schottischen Feindschaft. 

Mitten in den Nachwehen des Kriegs treffen Prudence und Lachann aufeinander. Prudence beschließt Lehrerin zu werden, entgegen der Wünschen ihrer Mutter, die sie schnell unter die Haube bringen will, so wie es sich für eine ehrenhafte englische Dame gehört. Prudence ist modernen Ideen nicht abgewandt. Sie spricht manchmal bevor sie denkt und springt des öfteren über ihren Schatten und überrascht damit ihren Begleiter. Dies führt zu witzigen und humorvollen Momenten, wie so oft in den Geschichten der Autorin. 

Lachann umgibt eine geheimnisvolle Aura. Seine tragischen Erlebnisse im Krieg haben ihn geprägt, aber nicht abstumpfen lassen. Er setzt alles daran, zu helfen und den Lebensstandard in Schottland zu erhöhen. 

Wieder ist es der Autorin gelungen eine tolle Geschichte zu erzählen. Dieses Mal legt sie ihr Augenmerk auf Schottland und seine Vergangenheit. Mit Prudence hat sie eine äußerst sympathische Figur erschaffen. Sie sieht hinter die Fassade und hinterfragt ihre eigenen Vorurteile. 

Ich habe es wieder genossen dieses Buch zu lesen und ich freue mich auf Lisas nächste Geschichte. Bin schon gespannt wohin es uns dann verschlägt. 


Über die Autorin:

Lisa McAbbey, geboren 1970, hat nach dem Studium in Wien und vor dem Sprung ins Berufsleben einen sechsmonatigen Aufenthalt in London eingeschoben, um ihre Sehnsucht nach der "Insel" ausgiebig zu stillen. Seitdem ist sie zu einem eingeschworenen Großbritannien-Fan geworden.
Lisa McAbbey ist für einen internationalen Konzern tätig, ihre Freizeit verbringt sie mit Schreiben und dem Versuch, ihrem Hund Manieren beizubringen.

Lisas erstes Buch, der historische Roman "Reise nach Edinburgh", wurde im September 2014 veröffentlicht (Forever / Ullstein Buchverlag). Das zweite Werk, "Die Eroberung des Normannen", ebenfalls ein historischer Roman, erschien im Juni 2016 bei Bastei Entertainment, wo auch "Der Spion mit dem Strumpfband" (Februar 2017) und "Die Schmugglerlady" (Oktober 2017) verlegt wurden. "Lady ohne Furcht und Tadel" (Oktober 2018)


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Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:


Verlag: beHEARTBEAT und die Autorin


Ich bedanke mich beim Verlag, der mir auf meinen Wunsch hin ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Dies hat meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst.



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