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Samstag, 19. Oktober 2019

#litlovecountdown: Adriana Popescu



Adriana Popescu



Adriana Popescu gehört seit einigen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen. Zum ersten Mal aufmerksam wurde ich in Berlin bei der Loveletter Convention. Es gab in der Zwischenzeit noch ein paar weitere Treffen auf diversen Veranstaltungen. Ihre ungezwungene und lustige Art ihre Geschichten zu präsentieren, bereichern jede Lesung, jedes Panel oder jeden Workshop. 

Ihr versteht also, dass die heurige lit.Love ein Highlight für mich ist. Im Vorfeld habe ich Adriana ein paar Fragen gestellt, die sie mir freundlicher Weise beantwortet hat.


Du schreibst ja in verschiedenen Genres: Jugend, Belletristik und auch Krimis.
Kommst du dir da nicht manchmal wie gespalten vor? Trennst du diese 3 „Autoren“ strikt voneinander? Gibt es Augenblicke oder Ideen, die du eigentlich in der gerade aktuellen Geschichte verwenden wolltest, aber dann doch später in einem anderen Buch verarbeitest?

Das ist eine gute Frage, über die ich jetzt doch einen Moment nachdenken musste, weil mir das gar nicht so bewusst war. Ich hoffe, dass alle „3 Autoren” noch immer Ich bin. Eine ähnliche Erzählstimme gibt es sicher in allen Genre, vielleicht muss man bei meinem Krimi am meisten danach suchen, aber auch dort stammen ja alle Figuren aus meiner Feder. In meinem Kopf zumindest trenne ich sie nicht und hoffe, sie mögen sich. 

Aber sicher gibt es Ideen, die leider nicht in ein Manuskript passen, auch wenn ich mir das wünsche. Wenn ich Glück habe, findet es sich dann aber in einem anderen wieder. "Morgen irgendwo am Meer" war mal als Erwachsenenroman gedacht, aber er kam nicht auf Papier. Die Idee hat mich trotzdem nie losgelassen und jetzt ist sie in einem wunderbaren Jugendroman verarbeitet. Manche Ideen bleiben also.



Der richtigen Zielgruppe für die Jugendromane bin ich ein paar Jährchen entwachsen, aber ich mag deine Bücher. Vor allem Layla und Tristan gehören nach wie vor zu meinen Lieblingen. Als ich in dem Alter war, gab es fast keine Bücher für junge Erwachsene. Ich bin dann direkt zur Erwachsenenliteratur. Wie war das bei dir? Gab oder gibt es noch Bücher, die dir aus deiner Jugendzeit in Erinnerung sind?

Tristan & Layla sind ja kein Jugendroman (ups, mein Fehler), sondern für Erwachsene. Layla ist selbstständig, hat ihre eigene Firma, ist seit über 5 Jahren mit Oli zusammen. In meinem Kopf war/ist sie dreißig. Sonst machen auch die Geschichte, ihre ganzen Zweifel und Pläne für Zukunft auch keinen Sinn. Die Jugendbücher kamen viel später, machen aber mindestens so viel Spaß. Wenn ich zurückdenke, dann muss ich gestehen, dass mir kein echtes Buch für junge Erwachsene einfällt. Als Kind habe ich die TKKG-Bücher und Enid Blyton-Romane verschlungen, dann wurde ich dafür zu alt und landete bei Erich Segal und J.D. Salinger, der mit „Der Fänger im Roggen” wohl den einzigen Roman für junge Erwachsene geschrieben hat, der mir jetzt spontan zu damals einfällt. Ein Glück gibt es inzwischen All-Age-Romane, wo ich selbst auch meine Jugendbücher einsortieren würde, weil die Themen universell sind und man sich auch Plus18 noch darin finden kann.


Freitag, 18. Oktober 2019

(Rezension) Hart, Rob - Der Store (Anzeige)


Wirtschaftlich schlechte Zeiten haben die Cloud zu einer der mächtigsten Firmen der Welt gemacht. Das riesige Onlinekaufhaus beschäftigt unzählige Mitarbeiter. Die Komplexe liegen in unwirtlichen Gegenden. Damit arbeiten diese Menschen nicht nur für die Cloud, sondern verbringen auch ihre Freizeit in der Firma. 
Gefeuert werden darf man nicht, da einem sonst fast der komplette Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht. 

Zinnia und Paxton stellen sich dem Aufnahmeverfahren und werden beschäftigt. Paxton mit seiner Erfahrung im Strafvollzug, erhält eine Stelle in der Sicherheit. Zinnia dagegen muss ihren Dienst im Lager antreten. Hier zählen nur Zeit und Menge der abgelieferten Artikel. Ein ausgeklügeltes System hält die Mitarbeiter ständig auf Trap. Beide verfolgen ihre eigenen Absichten und Ziele und möchten dabei nicht abgelenkt werden. Aber ihre Vorhaben sind nicht so einfach durchzuführen. So vergeht Zeit, die sie miteinander verbringen. 


"Der Store" von Rob Hart

Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: September 2019
Seitenanzahl: 592 Seiten