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Mittwoch, 4. März 2020

(Rezension) Niven, Jennifer - Stell dir vor, dass ich dich liebe




"Stell dir vor, dass ich dich liebe" von Jennifer Niven



Verlag:
Fischer


Seitenanzahl:
464 Seiten

Erscheinungsdatum:
Juni 2017

Geschenk von:
Lisa von Zeilengewitter






Klappentext:


Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne! Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein.
Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?



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Die Autorin Jennifer Niven ist gerade wieder in aller Munde, da ihr erstes Buch "All die verdammt perfekten Tage" von Netflix verfilmt wurde. Wer diese Geschichte noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt nachholen. Sie ist immer noch auf meiner Liste für All-Time-Favorite Books. 

"Stell dir vor, dass ich dich liebe" liegt seit über einem Jahr auf meinem SuB. Die #20für2020 Challenge hat es geschafft, dass ich es endlich gelesen habe. Meine Angst, dass mich Nivens zweiter Roman enttäuschen könnte, hat mich lange Zeit davon abgehalten, es zur Hand zu nehmen.

Nun war endlich die Zeit reif für diese ebenfalls einzigartige Story. Wieder nimmt sich die Autorin eines ungewöhnlichen Themas an "Gesichtsblindheit".

Ich kenne persönlich niemanden, den diese "Wahrnehmungsstörung" betrifft, aber nach kurzem surfen kamen Brad Pitt und die Kronprinzessin Victoria von Schweden zu Tage. Eine kurze Recherche zeigt auch, dass Gesichtsblindheit gar nicht so selten ist, wie ich mir dachte. 

Immer wenn Jack erzählt, erfährt die Leserin/der Leser wie es sich für ihn anfühlt, niemanden - nicht einmal seine Eltern und Geschwister - zu erkennen. Um sich dennoch zurechtzufinden, verknüpft er Personen mit Erscheinungsformen, einzigartigen auffälligen Merkmalen, Gerüchen, Stimmen usw. Ein harter Alltag vor allem, wenn niemand über seine Störung Bescheid weiß, nicht mal seine Familie. 

Libby ist so eine auffällige Erscheinung, die Jack immer erkennt. Sie ist stark übergewichtig und damit kaum zu übersehen. Lange Zeit wurde sie zu Hause unterrichtet. Nun ist sie bereit, sich dem Leben und der richtigen Welt zu stellen. Das mit Humor, Selbstvertrauen und reinem Willen. Sie ist bereit, allen die Stirn zu bieten und sich von niemandem unterkriegen zu lassen.

Libby und Jack begegnen sich nicht gerade unter den besten Voraussetzungen. Diese hätten dafür sorgen müssen, dass sie einander nie wieder in die Augen schauen, dennoch entwickelt sich zwischen den beiden eine besondere Verbindung.

Dieses Buch beschreibt eine ungewöhnliche Freundschaft, die ständig auf dem Prüfstand steht. Ein Plädoyer für Toleranz, Liebe und Neuanfänge.





Kommentare :

  1. Hallo Marie

    Dein Fazit klingt richtig gut. Bei mir subt das Buch auch schon ein Jahr. Ich muss es endlich befreien. Es gibt so viele gute Bücher in meinem Regal:-)

    Liebe Grüße von der Gisela

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    1. Hi Gisela,

      das Buch wird wahrlich unterschätzt und du solltest es aus deinem SuB befreien.

      Ganz liebe Grüße
      Marie

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  2. Hallo Marie,
    das Buch liegt seit einiger Zeit auf meinem SuB. Ich möchte es unbedingt auch noch lesen. Umso neugieriger war ich auch auf deine Rezension. Das klingt richtigrichtig gut! Die Verfilmung zu "All die verdammt perfekten Tage" habe ich mir auch am letzten Wochenende angesehen. Hat mir sehr gut gefallen. Hast du den Film auch schon angesehen? Wirst du ihn dir ansehen?

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja,

      lies das Buch, ich fand es einfach mal ungewöhnlich.
      Die Verfilmung von "All die verdammt perfekten Tage" habe ich noch nicht angeschaut. Noch habe ich kein Netflix, aber für einen Probemonat wäre das die Gelegenheit. Mal schauen, ich fürchte mich dieses Mal vor dem Film.

      Ganz liebe Grüße aus Tirol
      Marie

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  3. Hey,

    ich liebe Bücher mit besonderen Charakteren, daher habe ich mir "Stell dir vor, dass ich dich liebe" sofort gekauft, als ich von dem Thema erfahren habe. Ich kannte die Krankheit vorher schon, war aber gespannt durch das Buch noch mehr zu erfahren.

    "All die verdammt perfekten Tage" habe ich leider noch nicht gelesen, möchte das aber unbedingt noch machen. Allerdings glaube ich nicht, dass mir das Buch so gut gefallen wird wie Nivens zweiter Roman.

    Liebe Grüße
    Julia

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    1. Hallo Julia,

      ich muss gestehen, dass mir "All die verdammt perfekten Tage" um das bisschen besser gefallen hat. Hat aber auch mit dem besonderen Ende zu tun.
      Ich bin gespannt, was sich die Autorin als nächstes einfallen lassen wird.

      Ganz liebe Grüße aus Tirol
      Marie

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