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Mittwoch, 17. Juni 2020

(Rezension) Jonasson, Ragnar - Hulda #1 Dunkel (Anzeige)



     
"Hulda #1 Dunkel" von Ragnar Jonasson


Verlag:

btb Verlag   


Seitenanzahl:

384 Seiten


Erscheinungsdatum:

Mai 2020


Klappentext:
Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, soll frühzeitig in Ruhestand gehen, um Platz für einen jüngeren Kollegen zu machen. Sie darf sich einen letzten Fall, einen Cold Case, aussuchen – und sie weiß sofort, für welchen sie sich entscheidet. Der Tod einer jungen Frau wirft während der Ermittlungen düstere Rätsel auf, und die Zeit, um endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen, rennt. Eine Wahrheit, für die Hulda ihr eigenes Leben riskiert …


Vom Ende zum Anfang: Band 1 der außergewöhnlich erzählten Thriller-Trilogie um die originelle und vielschichtige Protagonistin Hulda.





Zuerst möchte ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ohne deren Hinweis auf dieses Buch wäre es mir entgangen und das wäre sehr schade gewesen.

Island kannte ich bisher nur aus Liebesromanen und als Sehnsuchtsort für einen meiner nächsten Urlaube. Natürlich wusste ich, dass es jede Menge guter isländischer Schriftsteller(innen) gibt, aber noch hatte ich kein Buch von ihnen gelesen. 

Mit Ragnar Jonasson habe ich eine ausgezeichnete Wahl getroffen. "Dunkel" ist der erste Teil einer Trilogie, die rückwärts erzählt wird. Wir begleiten die Kommissarin Hulda bei ihrem letzten Fall vor ihrer Rente.

Die rüstige Dame kann sich gar nicht vorstellen in Pension zu gehen und noch dazu einige Wochen früher als geplant, kränkt sie sehr. Um die letzten verbliebenen Tage sinnvoll zu nutzen, sucht sie sich einen "Cold Case" aus, rund um eine tote Asylantin. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals über eine "ältere" Kommissarin gelesen zu haben. Meist sind des ganz junge oder mittelalte und vor allem zerstörte Ermittler.
Hulda selbst ist gar keine so große Ausnahme. Sie trauert ihrer Karriere hinterher. Sieht sich als Opfer der männlichen Seilschaften aber dennoch als Wegbereiterin für ihre weiblichen Kolleginnen. Die Zeit nach ihrem Dienst fürchtet sie, denn ihre Arbeit gab ihr Struktur im Leben.

Während ihrer Ermittlungen erzählt Hulda von sich, ihrer Familie und einer möglichen Zukunft. Diese Entwicklung fand ich ungemein spannend, überraschend und auch schockierend. Somit rückte die eigentliche Suche nach Hinweisen in den Hintergrund und dennoch niemals in Vergessenheit. Das Ende war einfach großartig. Damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet.

Der etwas betagteren Protagonistin ist der langsamere Erzählrhythmus geschuldet. Mich hat das nicht gestört. Der zögernde Aufbau erhöhte die Spannung unmerklich und die Lösungen platzen ins Geschehen. 

Mich hat das Buch überzeugt. Am Ende gibt es eine Leseprobe zum zweiten Teil und diese macht schon Lust weiterzulesen. 


Hulda Trilogie:
Dunkel
Insel (erscheint am 13.07.2020)
Nebel (erscheint am 21.09.2020)



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