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Donnerstag, 11. Juni 2020

(Rezension) Winter, Claudia - Wie sagt man ich liebe dich (Anzeige)


"Wie sagt man ich liebe dich" von Claudia Winter


     Verlag:
     Goldmann



     Seitenanzahl:
     480 Seiten


     Erscheinungsdatum:
     Juni 2020








Klappentext:

Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt …


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Ich darf mich zur exklusiven Gruppe der Winti-Girls zählen. Damit habe ich ein echtes Privileg, ich darf Claudia Winters Bücher schon vorab lesen. 

Am 15. Juni erscheint offiziell "Wie sagt man ich liebe dich" und ich kann euch sagen, ihr dürft euch auf eine wundervoll, berührende und auch humorvolle Geschichte freuen. Es ist nun schon ein paar Tage her, dass ich das Buch beendet habe und ich lehne mich mal aus dem Fenster, um zu sagen, dass es meine neue Lieblingsgeschichte von Claudia ist.



Maelys und ihre Tante Valérie kennt die geneigte Leserin bereits aus "Die Wolkenfischerin". Nun folgen wir den beiden nach Paris, wo sie gemeinsam wohnen. Maelys zeichnet für Touristen kleine Portraits und dabei macht ihr ein Fremder ein verlockendes Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Antonio sucht die junge Frau im Auftrag seines Großvaters, der in Lissabon lebt. 

In Portugals Hauptstadt angekommen, werden sie von Antonios Vovo nicht gerade freundlich empfangen. Valérie steht knapp davor wieder abzureisen. Maelys setzt sich gegen ihre Tante durch, den Auftrag auf jeden Fall durchzuführen. 

Es beginnt nicht nur eine romantische Geschichte im heutigen Lissabon. Zwischen Maelys und Antonio knistert es, trotz ihrer Gehörlosigkeit hat sie das Gefühl, Antonio verstehe sie richtig. Er führt sie durch Lissabon, seiner Heimatstadt, zeigt ihr die schönsten Plätzchen und stellt ihr die vielfältige portugiesische Küche vor. 

Dazwischen kommt auch Valérie zu Wort, die von der Bretagne nach Paris kam, um dort ein neues unabhängiges Leben zu beginnen. Damals war Paris ein heißes Pflaster. In den 60iger Jahren verlangten die Frauen ihre Freiheit, demonstrierten gegen Kriege und die alte Ordnung. 

Eine äußerst gelungene Geschichte, die Vergangenheit und Gegenwart verknüpft. Einen Blick auf Portugal unter der Diktatur wirft und die 68iger Generation ein wenig genauer belichtet. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Da meine Mama aus Frankreich stammt und 1968 Studentin war, habe ich von dieser Zeit natürlich einiges gehört. Portugal allerdings war für mich ein weißer Fleck, der nun koloriert wurde und vor allem Lissabon hat es mir angetan und landet sofort auf meiner Liste, der Städte, die ich noch unbedingt sehen will. 

Wer Claudia Winters andere Romane gelesen hat, wird sich ohne Zweifel auch in diese Geschichte fallen lassen können. 


Weitere Bücher der Autorin:


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