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Mittwoch, 21. Oktober 2020

(Rezension) Grace, Natasha - Milliardäre von Manhattan #1 Unausgesprochenes Begehren (Anzeige)

 

"Unausgesprochenes Begehren" von Natasha Grace


Verlag:

Self Publishing

Seitenanzahl:

326 Seiten

Erscheinungsdatum:

Juli 2020



Nachdem sie herausgefunden hat, dass ihr verstorbener Mann sie betrogen hatte, will die kürzlich verwitwete Samantha Collins nur ihr altes Leben hinter sich lassen. Der erste Punkt auf ihrer Checkliste? Den Anteil ihres Mannes am Hedgefonds verkaufen, den er mit seinem besten Freund gegründet hat.

Aber Luke Darren hat andere Pläne.

Da er lieber den täglichen Betrieb der Firma leitet, hat Luke sich bisher immer im Hintergrund gehalten und Jason zum Gesicht des Unternehmens werden lassen. Aber jetzt, da Jason weg ist, springen die Kunden in Scharen ab. Das Letzte, was er gebrauchen kann, ist, dass auch noch Samantha geht. Es wäre der Tropfen, der das Fass für die Kunden, die schon darüber nachdenken, ihr Geld abzuziehen, zum Überlaufen bringen würde. Und das kann Luke nicht riskieren.

Doch schon bald merkt er, dass ihm die Zusammenarbeit mit Samantha seine Konzentration raubt. Er ist seit Jahren in sie verliebt und jetzt, da Jason nicht mehr da ist, reicht es ihm nicht mehr, nur mit ihr befreundet zu sein, und er stellt fest, dass er mehr will!


Die Autorin hat mich angeschrieben und mir das Buch angeboten. Eine total nette Anfrage und in richtig schönen und freundlichen Sätzen formuliert. Sie hat sich meinen Blog tatsächlich auch angesehen, weil sie bemerkt hat, dass ich gerne erotische Geschichten lese und auch rezensiere. Selbst als ich geschrieben habe, dass ich das Buch nicht sofort lesen könnte, hat sie das Angebot nicht zurückgezogen. Da musste ich doch zugreifen, denn diese Mühe machen sich nicht sehr viele Autor/innen. 

Wir Bloggen schätzen es auch, wenn wir höflich gebeten werden. Ich will keinen Roten Teppich ausgebreitet sehen, aber ein wenig Respekt und vor allem nachlesen, ob der Blog überhaupt zum Buch passt, wäre nicht verkehrt. 

Nun konnte ich endlich mit der Geschichte beginnen. Der Klappentext sagt eigentlich schon recht viel. Wobei Sam nicht gleich dahinter kommt, dass ihr Mann sie betrogen hat. 
Anfangs trauert sie noch sehr um ihren geliebten Ehemann. Sie vermisst ihn, stellt sich aber schon recht bald einige Fragen rund um ihre Beziehung. 

Gleichzeitig denkt sie über ihre Zukunft nach. Die Arbeit in Jasons und Lukes Unternehmen macht ihr Spaß und sie mag auch die Mitarbeiter dort, aber sie war sich nie sicher wie erwünscht sie dort tatsächlich war. Selbst Luke hat ihr oft die kalte Schulter gezeigt. 
Als sie sich durch die Sachen ihres Mannes wühlt, fällt ihr auch sein Handy in die Hände. Dabei entdeckt sie eindeutige Nachrichten von anderer Frauen. Verwirrt, traurig, schockiert und wütend läuft sie zu Luke - der sie schon Jahre früher einmal über die Seitensprünge ihres Mannes informiert hat, damals hat sei ihm keinen Glauben geschenkt.

Diese neue Situation bringt die zwei einander näher und nach langjähriger gegenseitiger Missachtung entwickelt sich eine zarte Freundschaft. 

Im Mittelpunkt stehen Sam und Luke. Jason, der zwar im Hintergrund eine wichtige Rolle spielt, tritt eigentlich kaum auf. Wie ich finde ausgezeichnet gelungen, denn er braucht wahrlich keine große Bühne. 
Sam erscheint am Anfang sehr passiv. Sie trauert um ihren Mann, um das Leben, das nun niemals so stattfinden wird, wie geplant. Dennoch sieht sie nicht nur die schlechten Seiten. Sie merkt recht schnell, wie einnehmend Jason war, wie manipulativ. Da kommen die Nachrichten (fast) nicht mehr überraschend. Die Zuneigung zu Luke entwickelt sich langsam erst. Ihr ist auch das Grundvertrauen in die Männer verloren gegangen.

Bei Luke erkennt die Leserin recht schnell, wie er tatsächlich ist. Seine Stärken liegen darin das gemeinsame Unternehmen im Hintergrund zu lenken. Jason war das Aushängeschild, das gut mit Menschen umgehen konnte. Ein Blender und Schönredner, aber in diesem Business nicht unüblich. Nun muss er aus seinem dunklen Kämmerchen hervorkommen, um die Kunden bei Laune zu halten. Was ihm besonders schwer fällt. Smalltalk und Nichtigkeiten austauschen liegen ihm so überhaupt nicht. Aber er überwindet sich. Das macht ihn sehr sympathisch. Auch seine Gefühle zu Sam erkennt man sofort. 

Die Geschichte ist wirklich gut ausgearbeitet. Beide Hauptfiguren hadern ein wenig mit ihren tiefen Gefühlen. Sie fühlen sich aus unterschiedlichen Gründen schuldig. Was an manchen Stellen richtig süß ist. Wie die Teenager winden sie sich und überlegen, was der andere wohl über sie denkt. Natürlich fehlen auch die heißen Szenen nicht, diese sind sehr geschmackvoll beschrieben und nehmen auch nicht überhand. 

Alles in allem eine gelungen erotische Geschichte. Mal sehen, welchen Manhattan Milliardäre sich die Autorin als nächstes vornimmt. 




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